2 Einträge
zu gefahren
im Register
Titel, Stichworte
(erzeugt 2023-12-15 18:54)
Signatur: EvB/L 242/2
Ländercode UNIMARC: XA-DE
Alte Signatur: 08-07/T-II, j/Nr. 1234
Gutachten nach einer Eingabe B.s, "über die Gefahren der Serumkrankheit bei der Schutzimpfung mit Diphtherieserum" zu informieren. - Ausführlicher Bericht über die Erscheinungen der Serumkrankheit seit Beginn der Serumtherapie, so beim Einsatz von Hammelserum und bei der Behandlung des Scharlachs mit Antistreptokokkenserum (von Pirquet). Beschreibung der klinischen Erscheinungen (Hautausschlage, Fieber, Gelenkschmerzen etc.) und Hypothese über das Wesen dieser Krankheit, die wohl "das Produkt einer Reaktion des menschlichen Körpers mit dem zugeführten Fremdstoff" sei und von Pirquet "Allergie" genannt wurde. Zu den Techniken und Strategien zur Verminderung der Serumkrankheit; zur Berichterstattung über Krankheitsfälle, auch "als "kinematographische Demonstrationen", über allergische Reaktionen bei Meerschweinchen, Kaninchen und Hunden. Ausführlicher Bericht über Heubners Erfahrungen in der Berliner Universitätskinderklinik, wo B.s Heilserum "seit nahezu 20 Jahren" angewandt werde und nun ein Doktorand die Krankengeschichten von Diphtherie-, Masern- und Keuchhustenkranken mit dem Ergebnis ausgewertet habe, dass keine der aufgetretenen Serumkrankheiten bedrohlich gewesen sei. Es folgen zahlreiche aktuelle Krankengeschichten aus der Berliner Kinderklinik einschließlich der Beschreibung eines anaphylaktischen Todesfalles bei sekundärer Diphtherie. Nach dem Tod eines siebenjährigen Mädchens seien bei zu Allergien neigenden Kindern keine intravenöse Einspritzung mehr vorgenommen werde. Weitere Ergebnisse und Schlussfolgerungen.
Notation: 3.11.1 - Diphtherie
Register / zugehörige Dokumente:
Navigation:
Signatur: EvB/L 242/3
Ländercode UNIMARC: XA-DE
Alte Signatur: 08-07/T-II, j/Nr. 1234
Bericht über die Gefahren der Serumkrankheit bei der Schutzimpfung mit Diphtherieserum. Historisches (Beobachtung der Krankheitssymptome en seit 1894, Mitteilung des Professor Johannessen aus Christiana [= Oslo]), Hinweis auf den Kongressbericht des Internationalen Kongresses für Hygiene und Demographie zu Brüssel (1903) und den Bericht Friedrich Löfflers, der nach einer Ärzteumfrage zu dem Ergebnis kam, dass nach Einimpfung eines Serums zwar Urtikaria und Gelenkschmerzen beobachtet wurden, nicht jedoch Todesfälle. Daher sei es für jeden Arzt "geradezu eine Pflicht [...], bei jedem Fall von Diphtherie die bedrohten Individuen der Umgebung der Schutzimpfung zu unterziehen". Berichte der Professoren [Arnold] Netter aus Frankreich und [Crescenzo] Pavone aus Italien, Dr. [Franz] de Tordays aus Ungarn und Dr. Aasers aus Norwegen. Über die von Arthus durchgeführten experimentellen Forschungen (1903) [Arthus-Phänomen]. Über die "Serumanaphylaxie" (Richet), die Beobachtungen Theobald Smiths (1904) und die Nachprüfungen durch Otto in Ehrlichs Institut für experimentelle Therapie. Über von Pirquets und Schicks "überaus sorgfältige[]" Wiener Untersuchungen über die "krankmachenden Wirkungen des artfremden Serums", insbesondere bei "Reinjizierten". Zum Wesen der erworbenen Überempfindlichkeit (Ernst Friedberger). Auflistung von 22 Fällen von starken Reaktionen bzw. Tod nach Serumeinspritzung (1905 bis 1911, aus der Literatur bzw. mündliche Mitteilung). Im Fazit Hinweis auf die geringere Empfindlichkeit des kindlichen Körpers im Vergleich zum erwachsenen und die Annahme, dass die individuelle Disposition eine "erhebliche Rolle" spiele. Weiterhin Hinweis auf Ernst Friedbergers Vorschlag, "bei Reinjektionen die erforderliche Serummenge dem Körper langsam einzuverleiben", um die Bildung sogenannter "antianaphylaktischer" Körper anzuregen. Insgesamt scheinen nach Gaffky jedoch "die mit den prophylaktischen Injektionen verknüpften Gefahren derart gering, daß sie nicht wesentlich ins Gewicht fallen können".
Notation: 3.11.1 - Diphtherie
Register / zugehörige Dokumente:
Gaffky, Georg Theodor August [1850-1918]
Löffler, Friedrich [1852-1915]
Pavone, Crescenzo [Torchiara, Prof.]
Navigation: